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Vereinsgeschichte 

 

 

1910 - 1945


 

1914 - Anfänge

 

bereits im Jahre 1914 begann mit Ing.Franz-Xaver Mehr aus Durrenberg bei Deuchelried die Fliegerära in Wangen

 

 

 

 

 

1926 - Gründung der SFG

 

Inspiriert durch einen Flugtag in Durrenberg begannen flugbegeisterte Männer aus Wangen unter der Federführung von Verlagsdirektor Karl Walchner ein Segelflugzeug nach zu bauen. Konstrukteur war Ing. F.X.Mehr.  Das Flugzeug wurde am 12.04 1926 von Stadtschultheiß Geray auf den Namen „Allgäuer Grasmuck „ getauft. . Dieser Tag war gleichzeitig die Geburtsstunde der Fluggruppe Wangen

 

 

 

 

 

Höhepunkte

 

Am 1.10.1927 wird  auf dem Fluggelände Deuchelrieder Halde die erste Segelfliegerschule in Württemberg eröffnet. 

1928 glückten dem Wangener Segelfluglehrer Hans Blessing drei Flüge vom Pfänder. Die Landungen erfolgten nach dem Gummiseilstart in der Pfänderdohle auf dem Exerzierplatz  in Lindau-Zech

1930 besitzen die Wangener Segelflieger fünf Segelflugzeuge. Davon zwei Hochleistungssegler und drei Maschinen vom Typ Zögling.

Segelflieger aus dem ganzen Deutschen Reich lernen in Wangen das Segelfliegen. Die Segelfliegerschule wird so bekannt dass sogar die amerikanische Filmgesellschaft Paramount einen Film über die Segelfliegerschule drehen will

 

    Gummiseilstart  

 

 

 

 

Niedergang der Segelflugschule

 

Ab 1932 geht es mit der Segelflugschule bergab. Was sind die Gründe dafür? Weltwirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, der Bau von Motorflugzeugen war wieder frei, deshalb wechseln viele zum Motorflug.

 

 

 

 

 

Drittes Reich

 

1933 erfolgte durch Beschluss des Reichsministers Hermann Göring die Auflösung und gleichzeitig die Neugründung der Segelfliegergruppe Wangen. Viele Mitbürger aus christlichen Vereinen treten bei um nicht anderen politischen Vereinigungen beitreten zu müssen, z.B. viele Mitglieder der Kolpingsfamilie. 

Geflogen wurde inzwischen auf der Adelegg am Schwarzen Grat. Viele der jungen Männer die damals in Wangen das Segelfliegen lernten kamen zur Luftwaffe, - viele sind gefallen.

Die am Kriegsende noch vorhandenen Segelflugzeuge wurden als Kriegsbeute nach Frankreich gebracht.

 


 

1945-1960 - zweiter Anlauf


 

Neuer Verein 

 

In Deutschland war das Segelfliegen bis Juni 1951 verboten.

Im September 1951 formierte sich eine neue Segelfluggruppe. Man wollte an die Erfolge und die große Zeit vor 1933 anknüpfen und weitere Pionierleistungen im Flugsport erbringen. Verhängnisvollerweise wurde der Entschluss gefasst eine nicht ausgereifte Konstruktion, das Nurflügel-Flugzeug „Horten“ zu bauen. Die ganzen Aktivitäten endeten schließlich in einem Desaster, was letztendlich auch das Ende der Fliegergruppe bedeutete. 

 


 

1960-1970 - Beginn der FSG


 

Dritter Anlauf

 

Der dritte Anlauf zur Gründung einer Fliegergemeinschaft in Wangen war ein Treffen im Bierstüble des Cafe-Hölle im November 1961.Unter der Federführung von Josef Bleicher wurde mit den Anwesenden Otto Bradler, Paul Hölle, Dr. Sprissler und anderen die Flugsportgruppe Wangen gegründet. Die Eintragung beim Amtsgericht erfolgte am 31.01.1962. Josef Blaicher, Gründer und langjähriger erster Vorstand der Flugsportgruppe Wangen, heute noch Ehrenmitglied, im Krieg ME 109 Pilot, lebt in Wangen.

Erstes Flugzeug war ein Doppelsitzer Specht, der von der Flugschule Hornberg durch Vermittlung des WLV-Vorsitzenden Keller für 2000,00 DM gekauft werden konnte. Zusätzlich wurde von Keller eine Seilwinde vermittelt. Der Transportanhänger für dieses erste Segelflugzeug wurde selbst gebaut.Untergestellt wurden die Fluggerätschaften auf dem Gelände der damaligen Spinnerei in Wangen. Damit waren die ersten Voraussetzungen erfüllt.

 

Erster Start

 

Der erste Start erfolgte am Nachmittag des 3. Juni 1962 auf dem Flugplatz Schönau mit dem Fluglehrer Paul Kind und Bürgermeister Uhl als Passagier nachdem am Vormittag der Specht auf den Namen „Allgäustadt Wangen“ getauft wurde.

 

       

Erste Unterkunft

 

Nach dem die Stadt Wangen am Seehaldenweg ein kostenloses Grundstück zur Verfügung stellte, konnte in Isny für 500,00 DM eine alte RAD Baracke erworben werden. Mit großem Personaleinsatz aller Mitglieder konnte nach Betonieren eines Fundamentes die Baracke aufgestellt werden. Zum ersten Mal hatte die Flugsportgruppe ein eigenes Zuhause mit Werkstatt und Aufenthaltsraum.

 

       

Fliegerei beginnt

 

In Ermangelung eines eigenen Flugplatzes waren die Wangener Segelflieger lange Zeit Vagabunden auf den verschiedensten Flugplätzen, immer das komplette Fluggerät im Schlepptau. Es folgten Fluglager in Heiligenberg und auf dem Klippeneck auf der Schwäbischen Alb. Schulung wurde auf dem Flugplatz Schönau und auch in Ravensburg-Fronhofen durchgeführt. 1963 wurde zusätzlich ein Doppelsitzer Bergfalke II und ein Grunau-Baby III angeschaft.Mit Erwin Martin aus Isny hatten wir ab 1964 endlich auch einen eigenen Fluglehrer.

 

       

Der eigene Platz

 

Vorstand Josef Blaicher und Otto Bradler finden ein Gelände bei Fischreute zwischen Wangen und Kißlegg. Nach unendlichen Bemühungen und Gesprächen mit Bauern und Behörden und nach unglaublichem Arbeitseinsatz wurde der Flugbetrieb am 5.12.1966 vom Innenministerium genehmigt. Am 9.4.1967 wird der Flugbetrieb auf dem Fluggelände in Fischreute am Zeppelindenkmal aufgenommen.

Im Jahre 1969 konnte ein weiteres Flugzeug, eine Ka8b gekauft werden. Damit verfügte die Flugsportgruppe inzwischen über vier eigene Vereinsflugzeuge. 

 

       

1969 - Altpapier

 

Da mit Mitgliederbeiträgen und gelegentlichen Spenden die Kosten des inzwischen modernen Flugzeugparks nicht mehr zu decken sind, wird im Jahre 1969, nach diversen anderen Unternehmungen, begonnen Altpapier zu sammeln. Diese Einrichtung ist der Flugsportgruppe bis heute geblieben und damit auch finanzielle Grundlage des Vereins.

 

       
    Papiersammlung  

 

ab 1970


 

1975 - Ausbildung

 

Unserem ersten Fluglehrer Erwin Martin folgte als Ausbildungsleiter Siegfried Riss aus Weingarten nach, bis ab dem Jahr 1975 aus dem eigenen fliegerischen Nachwuchs ein Fluglehrer heranwuchs. Willi Tschechowski war erster eigener Fluglehrer und auch Ausbildungsleiter der Flugsportgruppe. Er hat in seiner 33 jährigen Fluglehrerzeit nahezu 100 junge Menschen an die Fliegerei herangeführt.

 

       

1979 - Das Kunstoffzeitalter beginnt

 

Die Mitgliederzahl stieg und verlangte gleichzeitig nach einer Modernisierung und Vergrößerung des Flugzeigparks. Der Erlös der Papiersammlungen versetzte uns in die Lage zwei neue Segelflugzeuge der Kunststoff-Generation zu kaufen nachdem zwei alte Flieger günstig verkauft werden konnten.

Im Jahre 1979 wurden bei einer großen Veranstaltung in der Sporthalle Wangen die beiden neuen Kunststoffeinsitzer Club-Libelle und Astir CS 77 von den Ehefrauen der Bürgermeister Kißlegg und Wangen auf die Namen Wangen im Allgäu und Kißlegg im Allgäu getauft. Im gleichen Jahr wurde zusätzlich ein Kunststoff-Doppelsitzer der für die Schulung und den Leistungsflug eingesetzt werden kann angeschafft.  

 

       

1979 - Neue Seilwinde 

 

Da die bisherige Seilwinde den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde, haben 1979 Alois Sauter und Helmut Müller nach eigener Konstruktion und der Beschaffung der notwendigen Teile eine Doppeltrommelwinde gebaut die auch heute noch in Betrieb ist. 

 

       
    Seilwinde  
       

1979 - Gebirgsfliegerei

 

Bis 1979 war die Hochgebirgsfliegerei, auch mangels geeigneter Flugzeuge eher eine Seltenheit. Das hat sich mit diesem Sommer entscheidend geändert. Im August begann eine Serie von fünfzehn Fluglagern in Samedan im Oberengadin. Hier, auf dem höchsten Flugplatz von Europa genossen die Wangener Segelflieger jeweils in den Augustwochen die Hochgebirgsfliegerei bis in Höhen von mehr als 6000 m. Unvergessliche Eindrücke waren nach jedem Fluglager zu vermelden

 

       

1984 - Neue Halle

 

Nachdem die RAD-Baracke inzwischen viel zu klein wurde, haben wir nach Abstimmung mit der Stadt Wangen im Auwiesenweg, eine neue Unterkunft mit Fliegerheim, Werkstatt, großer Unterstellhalle und Sanitärbereich in Eigenarbeit erstellt. Damit war die Flugsportgruppe wieder einen gewaltigen Schritt nach vorne gegangen. Die feierliche Einweihung fand im Oktober 1986 statt.

 

       

1990 - Flugplatzfest

 

Um der Bevölkerung aus Stadt und Land den Segelflugsport näher zu bringen wurde im Jahre 1990 ein Flugplatzfest mit vielen Attraktionen durchgeführt. Bestes Wetter ca. 3000 Besucher und ein gutes Ergebnis haben uns bewogen dies zu einer ständigen Einrichtung zu machen. Das Flugplatzfest ist mittlerweile in der Region als größtes Vereinsfest zu einer Institution geworden.

 

       
     Flugplatzfest  
       

1991 - Wieder eine neue Halle

 

Da mit der Flugzeughalle in Wangen das Handicap bestand, daß nach jedem Flugbetrieb ein Transport der Flugzeuge vom Flugplatz in die Halle nach Wangen notwendig wurde und zudem die Flieger immer auf- und abgebaut werden mussten, fiel 1989 der Entschluss einen Flugzeughangar am Flugplatz zu bauen.

Nach Grundstücksverhandlungen, Planungen usw. wurde im Spätsommer 1990 mit dem Bau begonnen und im August 1991 konnte zusammen mit dem Flugplatzfest die Einweihung stattfinden. 

 

       

1994 / 2000 - Hochleistungsflugzeuge

 

1994 wurde entschieden ein neues einsitziges Hochleistungsflugzeug „Discus T“ mit Hilfsmotor von der Fa. Schempp Hirth in Kirchheim Teck zu kaufen. Das Flugzeug wurde im August 1994 geliefert und während des Flugplatzfestes am 27. August auf den Namen „Allgäu“ getauft.

Im Jahr 2000 gab es neben dem Zehnten Flugplatzfest ein weiteres Highlight zu feiern. Ein weiterer Doppelsitzer wurde angeschafft. Dieser Hochleistungssegler ein DUO-Discus besitzt zusätzlich einen Hilfsmotor der bei Bedarf ausgefahren werden kann. 

 

       

1994 - Öffentlichkeitsarbeit

 

Um der Bevölkerung von Wangen und Umgebung die Flugsportgruppe bekannt zu machen, führten die Segelflieger zusätzlich zum Flugplatzfest auf dem Wangener Marktplatz eine Präsentationsveranstaltung durch. Zwei Flugzeuge wurden auf dem Marktplatz aufgebaut, ein Infostand war vorhanden und erfahrene Piloten und Fluglehrer gaben Auskunft zu allen Fragen. Die Zielsetzung war die Gewinnung von neuen Mitgliedern. Das Ergebnis waren  drei neue Mitglieder. Die Veranstaltung wird in Wangen und auch in Kißlegg bis heute wiederholt.

 

       
    Promotion Wangen  
       

1994-2005 Hallenerweiterung

 

Nach der Erstellung eines Flugzeughangars direkt am Flugplatz sollte nun auch der Rest nach Wallmusried verlagert werden. Zug um Zug entstanden ein Sanitär-Bereich, eine große Werkstatt, eine Küche und als krönender Abschluss das neue Vereinsheim, die Flieger-Clause. 

 

 

 

 

 

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